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Plitvicer Seen

Wer Kroatien bereist und sich für Naturwunder begeistert, kommt an einem Ziel kaum vorbei: dem Nationalpark Plitvicer Seen. Schon früh am Morgen starteten wir zu unserem Tagesausflug – um 6:00 Uhr ging es los, mit dem Ziel, möglichst vor den großen Reisegruppen vor Ort zu sein. Ein kleiner Umweg in Sachen Schlaf, aber einer, der sich definitiv gelohnt hat.
Nach etwa 1 Stunde und 45 Minuten erreichten wir Eingang 2 des Parks. Wir hatten uns für Route H entschieden – eine der beliebtesten Touren, die auf etwa 8 km Länge die schönsten Abschnitte des Parks verbindet. Die Tickets kosten 40 € pro Person (Stand 2024) – nicht ganz günstig, aber in unseren Augen gerechtfertigt für das, was einen erwartet.

Ein Naturparadies aus türkisblauem Wasser und Wald

Die Route führt entlang türkisfarbener Seen, über schmale Holzstege und vorbei an unzähligen Wasserfällen – mal donnernd, mal leise plätschernd. Es ist ein Landschaftserlebnis, das fast schon surreal wirkt. Der ständige Wechsel von Wasser, Felsen und grüner Vegetation schafft eine Atmosphäre, in der man die Kamera kaum aus der Hand legen möchte – aber gleichzeitig am liebsten nur schauen würde.
Besonders eindrucksvoll: das Zusammenspiel aus Höhe und Tiefe. Immer wieder eröffnen sich neue Perspektiven auf die Seenlandschaft – mal von oben, mal direkt auf Augenhöhe mit dem glasklaren Wasser. Auch wenn der Park gut besucht war, verteilten sich die Besucher recht angenehm über die Strecke.

Warum Plitvice statt Krka?

Wenn man eine Reise durch Kroatien plant, steht oft dieselbe Frage im Raum: Plitvicer Seen oder Krka-Nationalpark? Beide gelten als spektakuläre Naturwunder mit türkisblauem Wasser, Wasserfällen und Holzstegen. Wir haben uns bewusst für einen Tagesausflug zu den Plitvicer Seen entschieden – und würden es jederzeit wieder so machen. Warum? Hier unsere persönlichen Gründe:

Mehr Weite, mehr Wasserfälle, mehr Vielfalt

Der Nationalpark Plitvicer Seen ist nicht nur der älteste, sondern auch der größte Nationalpark Kroatiens. Mit 16 Seen, die über unzählige Wasserfälle miteinander verbunden sind, bietet er eine Landschaft, die fast surreal wirkt. Die Wanderwege führen durch dichte Wälder, über klare Seen und vorbei an rauschenden Wasserfällen – das Ganze verteilt auf einer großzügigen Fläche, die deutlich mehr Tiefe und Vielfalt bietet als der eher kompakte Krka-Park.

Wandern statt Spazieren

Wer sich gerne zu Fuß in der Natur bewegt, ist in Plitvice genau richtig. Wir haben uns für Route H entschieden (ca. 8 Kilometer, Start am Eingang 2) und waren rund vier Stunden unterwegs. Die Strecke führt vorbei an den schönsten Wasserfällen und über Holzstege, die knapp über dem türkisblauen Wasser verlaufen. Im Vergleich dazu gilt Krka eher als Ausflugsziel für kürzere Spaziergänge oder Bootstouren.

Mehr Ruhe mit dem richtigen Timing

Beide Nationalparks sind gut besucht – vor allem in der Hauptsaison. Der Vorteil von Plitvice: Die Besucher verteilen sich besser auf dem weitläufigen Gelände. Wer wie wir früh startet (Abfahrt 6:00 Uhr, Ankunft am Parkeingang gegen 7:45 Uhr), erlebt die ersten Stunden in fast schon idyllischer Ruhe. In Krka hingegen stauen sich die Besucher oft an wenigen bekannten Spots wie dem Skradinski Buk.

Nationalpark Paklenica

Ein Besuch im Nationalpark Paklenica gehört zu den Highlights einer Kroatienreise für alle, die Natur, Bewegung und regionale Authentizität miteinander verbinden möchten. Die Kombination aus spektakulärer Schluchtlandschaft, frischer Luft und kleinen kulinarischen Entdeckungen macht diesen Ausflug besonders abwechslungsreich.

Melonen, Feigen & Traktoren

Schon die Anfahrt zum Nationalpark war ein Erlebnis für sich. Entlang der Landstraße reihten sich kleine Straßenstände aneinander, die auf charmante Weise den Geschmack des Sommers einfingen. Auf Anhängern, die an knatternde Traktoren gekoppelt waren, türmten sich riesige Wassermelonen. Daneben lockten frisch gepflückte Feigen, Tomaten, Pfirsiche und anderes regionales Obst und Gemüse. Ein kurzer Stopp lohnte sich nicht nur für einen kleinen Vorrat an Proviant, sondern auch für das Gefühl, ein Stück vom einfachen, kroatischen Landleben mitnehmen zu können.

Wandern durch die Schlucht

Der eigentliche Nationalpark beginnt beeindruckend: Mit hohen Felswänden, einem gut angelegten Wanderweg und dem stetigen Plätschern des Bachs, der sich durch die Schlucht zieht. Der Weg ist gut begehbar und eignet sich für alle, die gerne entspannt wandern – auch wenn es hier und da etwas steiniger wird.
Besonders beeindruckend war die Szenerie entlang der Steilwände. Überall verteilten sich Kletterer, die mit beeindruckender Gelassenheit an den massiven Kalksteinwänden hingen. Einige versuchten sich sogar an der mächtigen Anića Kuk, der höchsten Wand im Park – ein beliebtes Ziel für erfahrene Alpinisten.

Erfrischung direkt aus der Quelle

Ein kleines Highlight für uns war das frische Quellwasser, das man an mehreren Stellen direkt trinken kann. Kaltes, klares Wasser aus dem Berg – besser geht’s an einem heißen Wandertag nicht. Unbedingt eine leere Flasche mitnehmen, um unterwegs aufzufüllen.

TIPP

Früh losfahren und unterwegs an einem der Straßenstände halten – besser kann man einen Wandertag kaum beginnen.

Sonnenuntergang an der Meeresorgel

Ein Tag in Zadar lässt sich kaum besser ausklingen als mit einem Sonnenuntergang an der bekannten Meeresorgel. Die architektonische Klanginstallation an der Uferpromenade nutzt die Wellenbewegung, um durch unterirdisch verbaute Pfeifen Töne zu erzeugen – eine ungewöhnliche, aber sehr entspannte Geräuschkulisse.
Wir haben uns am Abend ein paar Snacks eingepackt und direkt an den Stufen ein kleines Picknick gemacht. Besonders praktisch: Direkt gegenüber der Promenade gibt es einen Supermarkt mit allem, was man dafür braucht – von frischem Obst bis zum kalten Getränk.
Während die Sonne langsam untergeht und den Himmel in warme Rottöne färbt, genießen viele Besucher die Stimmung. Obwohl es recht voll ist, wirkt es nicht überlaufen – eher wie ein gemeinsamer Moment des Innehaltens. Für uns eine klare Empfehlung, um den Tag ruhig ausklingen zu lassen.

Zadarski Barkajoli

Wer in Zadar unterwegs ist, sollte sich eine kurze Fahrt mit den Barkajoli nicht entgehen lassen. Die kleinen Ruderboote verbinden seit über 800 Jahren das Altstadt-Ufer mit der gegenüberliegenden Landzunge – und sind damit eine der ältesten noch aktiven Fährverbindungen Europas.
Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten, kostet etwa einen Euro pro Person und bietet eine charmante Alternative zur Brücke. Gerudert wird in traditioneller Kleidung – stehend, mit Blick nach vorne. Es ist kein Touristengag, sondern gelebte Geschichte, die heute noch im Alltag funktioniert
Für uns war die kurze Fahrt mehr als nur praktisch: ein authentisches Detail, das zeigt, wie sehr in Zadar Altes und Neues nebeneinander existieren. Wer zur richtigen Zeit kommt, hat zudem eine tolle Sicht auf das Hafengeschehen und die untergehende Sonne.

Bauermarkt in Zadar

Der Bauernmarkt von Zadar liegt nur wenige Gehminuten nördlich der Altstadt und ist eine feste Institution im Stadtleben. Zwischen einfachen Holzständen, sonnengebleichten Planen und älteren Verkäuferinnen mit Kopftuch stapeln sich hier morgens frische Produkte aus der Region: Tomaten, Zucchini, Auberginen, Feigen, Paprika, Knoblauch und Kräuter – vieles davon stammt direkt aus den Gärten rund um Zadar.
Dazu gibt es lokalen Honig, Olivenöl, selbstgemachten Käse und luftgetrockneten Schinken. Besonders spannend ist auch der separate Fischmarkt direkt nebenan, auf dem schon früh am Morgen frischer Fang angeboten wird. Wer gerne authentisch einkauft, kann hier nicht nur Zutaten für ein Picknick oder Abendessen besorgen, sondern auch einen kleinen Einblick ins Alltagsleben der Einheimischen gewinnen.
Der Markt ist vormittags am lebendigsten. Gegen Mittag leeren sich die Reihen langsam, daher lohnt es sich, früh vorbeizuschauen. Günstiger als in Supermärkten ist es oft – vor allem, wenn man ein bisschen verhandelt oder größere Mengen kauft.

D16 Specialty Coffee

D16 Specialty Coffee ist eine der besten Adressen für Kaffee in Zadar. Die kleine, modern gestaltete Kaffeebar liegt etwas versteckt in einer Seitengasse der Altstadt, nur wenige Schritte vom Trubel entfernt, und bietet hochwertige Kaffeespezialitäten in entspannter Atmosphäre.
Die Bohnen stammen aus eigener Röstung und werden präzise zubereitet. Wer sich für Herkunft, Röstung und Aromen interessiert, kommt hier ebenso auf seine Kosten wie alle, die einfach eine gute Tasse Kaffee genießen möchten. Dazu gibt’s eine kleine, aber feine Auswahl an Kuchen und Gebäck.

Wunderburger

Wunderburger in Zadar ist die richtige Adresse für alle, die nach einem unkomplizierten, leckeren Burger-Stopp suchen. Der kleine Laden liegt zentral in der Altstadt und überzeugt mit saftigen Patties, fluffigen Buns und überraschend guten hausgemachten Saucen.
Vom klassischen Cheeseburger über vegetarische Optionen bis hin zu kreativen Specials mit kroatischem Twist. Besonders positiv: Die Burger werden frisch zubereitet, die Pommes sind knusprig, und auch die Portionen stimmen. Dazu gibt’s Softdrinks, Bier und hausgemachte Limonaden.
Preislich liegt ein Menü (Burger + Fries + Drink) bei ca. 10–13 €, je nach Auswahl. Perfekt für eine ehrliche Mahlzeit zwischendurch oder geliefert an die Promenande zum Abendessen.

Reisetipps für Zadar © Peaks & Bites | Alle Angaben ohne Gewähr, basierend auf unseren persönlichen Erfahrungen.

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Stand: 08/2025
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